„JugendKulTour“ im Freibad mit sportlichen und kulturellen Aktivitäten

02. Juli 2025 von Peter Köppen


Am Samstag war der rückwärtige Bereich des Freibads geprägt von der Veranstaltung „JugendKulTour“ für Kinder und Jugendliche – ein hochwertiges Angebot im Bereich Sport und Kultur von der kommunalen Jugendpflege in Zusammenarbeit mit Gemeindejugendpfleger Florian Koller und dem Kreisjugendring. Der Besuch war rege und die verschiedenen Stände wurden von den 10- bis 17-Jährigen belagert. 

 

Das Projekt „JugendKulTour“ errichtete am Samstagnachmittag im hinteren Bereich des Freibads eine kleine Zeltstadt.
Nach eigenen Entwürfen ein gesprühtes Graffiti zu besitzen, dürfte cool und aufregend sein.

„JugendKulTour“ machte heuer schon zum dritten Mal Halt in Geisenhausen. Wie Andi Stenzel als Gesamtverantwortlicher zusammen mit Michael Sandmeyer erklärte, ergehe schon sehr frühzeitig ein Angebot an die Marktgemeinde und an Gemeindejugendpfleger Florian Koller. Dabei falle die Entscheidung immer sehr jugendfreundlich aus und die Marktgemeinde bewerbe sich – trotz hoher Kosten – um die Teilnahme. Schon im März war Stenzel im Rathaus bei Bürgermeister Josef Reff aufgetaucht, um die Einzelheiten zu besprechen und zu planen. „Für die Jugend tun wir eigentlich fast alles“, meinte Zweiter Bürgermeister Siegfried Kaschel im Gespräch. Dem Gemeinderat und allen drei Bürgermeistern sei es nämlich wichtig, hochwertige Angebote für junge Leute in der Marktgemeinde zu haben.
So war JugendKulTour erneut nach Geisenhausen gekommen, um den Buben und Mädchen einen interessanten Nachmittag zu bieten, nämlich „weg vom Konsum“ und mit der Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren. Das betonte auch Helmut Lipfert als Geschäftsführer des Kreisjugendrings und Mitinitiator der Veranstaltungsreihe. Angeboten waren am Samstagnachmittag sportliche Aktivitäten wie ein kleiner Bolzplatz zum Fußballspielen, eine große Dart-Wand für den Fußballkünstler, daneben ein Graffiti-Workshop und der Stand „Entwerfe deine eigene Mode“ vom Secondhand-Shop „Die Truhe“. Man konnte an verschiedenen Objekten das Jonglieren trainieren, den Kletterfelsen erklimmen, sich an der Button-Maschine einen Anstecker gestalten, ein absolut cooles Airbrush-Tatoo aufsprühen (zum abendlichen Schrecken der Mama) und den Gutschein an der Saft-Bar für einen fantasiereichen alkoholfreien Cocktail einlösen. Auch in den kommenden Jahren in der Marktgemeinde. 

Beim Demokratie-Mobil konnte man sich für verschiedene Vorschläge entscheiden: für oder gegen das Herabsetzen des Wahlalters, für oder gegen die Zufriedenheit mit der eigenen Gemeinde und die Buben und Mädchen hatten auf einem Plakat die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Wünsche an den Bürgermeister zu richten. Gerade diese Aufstellung wollte der Zweite Bürgermeister anschließend im Sitzungssaal des Rathauses aufgehängt haben – vermutlich, um seine Kollegen und die Gemeinderäte über die Wünsche des Nachwuchses zu informieren. Die erfreuliche Zufriedenheit mit den Einrichtungen in Geisenhausen war auf dem Plakat zu ersehen, doch gab es offensichtlich einen großen Wunsch unter den Jungen und Mädchen: die Errichtung eines Bike-Parks – ohnehin ein Zukunftsprojekt des Gemeindejugendpflegers. 

 

Etwas für junge Bewegungskünstler: das Fußball-Dart.

„Wir wollen die Vereine mit den Kindern und Jugendlichen verknüpfen“ – so lautete eines der Ziele, die Andi Stenzel genannt hatte. Gleich mehrere Vereine hatten sich bei „JugendKulTour“ aktiv beteiligt und damit für sich geworben: die Kolpingfamilie mit ihrer Vorsitzenden Irmi Diewald und einem Wettbewerb im Sandburgen-Bauen, die Brauhausschützen mit den imposanten Laser- Gewehren, die Jugendfeuerwehr mit einer ereignisreichen Löschaktion und auch die Wasserwacht mit spannenden Rettungsübungen. Eine wilde Wasserkanonen- Schlacht des Jugendzentrums war etwas für die Aktiven unter den jungen Besuchern, aber auch ein Gaudium für die Zuschauer. Die Arbeit eines DJs konnte man noch erlernen und nachempfinden oder ganz einfach sich von dem wilden Trubel des Nachmittags treiben lassen, Freunde treffen und „chillen“, wie ein Jugendlicher vielleicht sagen würde. 

Den Abschluss fanden dann die über 12-Jährigen bei der „Partytime im Zirkuszelt“ mit der fetzigen Nebelmaschine, den heißen Rhythmen und der Gewissheit, dass die Eltern keinen Zutritt haben würden. Eine feste Einrichtung ist das Projekt „JugendKulTour“ mittlerweile als offene Veranstaltung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Vereinen. „Wir wollen dieses Format auch in Zukunft unterstützen und in unsere Gemeinde holen“, versicherte zum Abschluss der Zweite Bürgermeister.