"Miteinander" als Motto der Jugendarbeit in Vilsbiburg

20. Juli 2025 idowa+ von Katharina Röhrl

Gute Stimmung und viele glückliche Gesichter gab es am Samstag im Rahmen der JugendkulTour im Stadtbad in Vilsbiburg zu sehen.

 

Zahlreiche Besucher sämtlicher Altersstufen fanden sich im Laufe des Nachmittags auf der Wiese ein. Mit dem großen Besucherandrang waren die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder sehr zufrieden.

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Ausgefallene Graffitis reihten sich am vergangenen Samstag neben bunte Saftcocktails, DJ-Pult und Demokratiemobil auf der Wiese des Vilsbiburger Stadtbades. Daneben brachten Zuckerwatte-Maschine, farbenfrohe Schmetterlingstattoos und Stockbrot viele Kinderaugen zum Leuchten beim JugendkulTour-Fest der Stadt Vilsbiburg in Zusammenarbeit mit dem Landshuter Kreisjugendring.
Das Wetter hätte kaum besser sein können für die sechste Station der JugendkulTour 2025, fand Laura Wisniewsky, die Projektleiterin des Kreisjugendrings Landshut. Neben Vilsbiburg stehen beziehungsweise standen in diesem Sommer acht weitere Tourstationen auf ihrem Plan. Doch der Besuch in Vilsbiburg ist für die Mitarbeitenden der Jugendarbeit des Landkreises immer ein besonderes Event: Seit der Eröffnung des Jugendzentrums der Stadt im Jahr 1995 nehme Vilsbiburg in Sachen Jugendarbeit eine absolute Vorreiterrolle im Landkreis ein, betonen Kreisjugendring-Geschäftsführer Helmut Lipfert und Bürgermeisterin Sibylle Entwistle. „Die kommunale Jugendarbeit ist deshalb keine freiwillige Option, sondern eine Pflichtaufgabe unserer Stadt“, so Entwistle weiter.
Immerhin sei Vilsbiburg eine ausgesprochen junge Kommune: Jeder fünfte Vilsbiburger ist aktuell unter 20 Jahre alt. Mit Aktionen wie der JugendkulTour ist es darum das Ziel der Stadt, jungen Menschen in Vilsbiburg etwas zu bieten und sie weiterhin in der Kommune zu halten.

 

 

Ein Sommerfest für die Jugend

Jugendpfleger Herbert Dressler sieht in der Veranstaltung ein besonderes Sommerfest für die Jugendlichen, mit denen er zusammenarbeitet: Viele häufige Juz-Besucher griffen ihm und seinen Organisationskollegen am Samstag außerdem kräftig unter die Arme. Für die jüngeren Besucher des Festes überlegten sie sich manchen kreativen Workshop: „Mit Kindern zusammenzuarbeiten macht uns riesigen Spaß“, erzählt Serena Cundasamy. Zusammen mit zwei Freundinnen unterstützte sie das Juz-Team am Samstag bei einem Malworkshop. „Wir kümmern uns gerne um die Jüngeren und freuen uns, wenn wir durch die Aktion heute vielleicht bald ein paar neue Gesichter im Jugendzentrum sehen.“ Rückmeldungen wie diese erfüllen Jugendpfleger Dressler mit Stolz. Schließlich ist es sein tägliches Ziel, den Jugendlichen zwischenmenschliche Werte zu vermitteln. „Das Miteinander ist unser Motto in Vilsbiburg“, pflichtete ihm am vergangenen Samstag auch Bürgermeisterin Entwistle bei. 

Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren hatten am Samstagnachmittag die Gelegenheit, sich auf dem Gelände des Vilsbiburger Stadtbades kreativ und sportlich zu verausgaben. Gemeinsam mit mehreren lokalen Vereinen, darunter Schachklub, Wasserwacht, Trachtenverein oder die Pfadfinder, organisierten kommunale Jugendarbeit und Kreisjugendring auch in diesem Jahr wieder eine abwechslungsreiche JugendkulTour. Dabei konnten sich die Jugendlichen künstlerisch bei Graffiti- oder DJ-Workshop ausprobieren, oder lernten am Stand des TSV Vilsbiburg, wie man die Balance auf der Slackline hält. 

Für einige Musiker aus dem Jugendzentrum sollte der Samstag ebenfalls ein besonders Event sein: Ein paar junge Rapper und Nachwuchs-DJs nutzten den Nachmittag, um ihre eigene Musik vor Publikum zu spielen. Jugendpfleger Dressler motiviert die Jugendlichen, mit denen er zusammenarbeitet stets, sich kreativ auszuleben. Es freut ihn deswegen umso mehr, wenn sie tatsächlich über ihren Schatten springen und trotz großer Nervosität auf die Bühne gehen. Auch Claudia Inelski und ihre Familie planen bereits seit einigen Jahren den Besuch bei der JugendkulTour fest im Kalender ein: „Es ist so schön, wieviel hier für die Kinder geboten ist,“ freute sich Inelski, die mit ihrer kleinsten Tochter Theresa von Stand zu Stand schlenderte, während ihre älteren Kinder über die Wiese tobten. 

Ihren Anfang nahm die JugendkulTour während des Corona-Sommers 2020: Jugendpfleger aus Kommunen und Landkreis wollten den Kindern und Jugendlichen im Sommer endlich wieder etwas Abwechslung im Alltag ermöglichen. Das öffentliche Leben war eingeschlafen. Doch die jungen Leute sehnten sich danach, rauszukommen und das nicht nur, um in die Schule zu gehen. „Immerhin hat das
Leben unseren Kindern so viel mehr zu bieten als nur das Lernen in der Schule“, so Bürgermeisterin Entwistle: „Nachmittage wie dieser bleiben den Kindern in Erinnerung. Darum ist es so wichtig, für sie viele solcher Erlebnisse zu schaffen.“ So ließ auch der große Besucherandrang am Samstag vermuten, dass die JugendkulTour in Vilsbiburg auf das richtige Publikum getroffen ist.