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Junge Stimmen, große Verantwortung

Kreisjugendring Landshut trifft sich zur Herbstvollversammlung

 

18. November 2025 Landshuter Zeitung von Daria Hageneder


Landkreis. (dn) Im großen Sitzungssaal des neuen Landratsamts herrschte am Mittwochabend reger Betrieb. Aus dem ganzen Landkreis Landshut strömten junge Menschen zur Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings – und sie hatten einiges vor. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Neuwahl eines neuen Beisitzers sowie Beschlüsse zur Jahresplanung und zum Haushaltsplan für das kommende Jahr. 

Herbstvollversammlung 2025

So beschlossen die 31 Stimmberechtigten einstimmig den Haushaltsplan. Der gesamte Haushalt beläuft sich für 2026 auf 594.500 Euro – rund 40.000 Euro mehr als dieses Jahr. Die Mehrkosten ergeben sich unter anderem aufgrund von Tariferhöhungen und Anpassungen der Entgeltstufen. Zudem sind die Miet- und Nebenkosten gestiegen. 

 
Neue Beisitzerin ist 16 Jahre alt 

 

An diesem Abend wurde auch eine neue Beisitzerin gewählt. Johannes Schlieter, der seit Oktober 2020 im Vorstand aktiv war, ist kürzlich ausgetreten. Wie er selbst erklärte, traf er diese Entscheidung aus gesundheitlichen Gründen; zudem sei beruflich und privat derzeit „viel los“. Seinen Platz übernimmt die 16-jährige Antonia Bäuml, die Mitglied im Bayerischen Sportjugendverband ist und 17 Stimmen erhielt. Vorgeschlagen waren außerdem Viktoria Schmidt und Tatiana Honcherova, die jeweils sieben Stimmen bekamen. Das Schwerpunktthema der Versammlung lautete „Verbraucherschutz für junge Menschen“. Petra Maul-Wenzel von der Verbraucherzentrale Bayern sprach in ihrem Vortrag über sicheres Online-Shopping. Dabei ging es unter anderem um Probeabos, die sich automatisch in kostenpflichtige Abonnements verwandeln, ohne dass ein ausdrücklicher Vertrag abgeschlossen wurde – und für die dann plötzlich Geld vom Bankkonto abgebucht wird. Auch darauf, dass der PayPal-Käuferschutz nicht immer zuverlässig greift, wies sie hin. 

 

Verbraucherschutz für junge Menschen 

 

Ein weiterer Schwerpunkt ihres Vortrags waren Fake-Online-Shops: Diese locken häufig mit besonders günstigen Preisen, verlangen die Zahlung ausschließlich per Vorkasse und weisen nur auffällig positive Kundenbewertungen auf. Laut der Sprecherin wurden in diesem Jahr vor dem Oktoberfest etwa drei Fälle gemeldet, in denen junge Frauen online Dirndl bestellt hatten – die Ware kam jedoch nie an. Sie wandten sich daraufhin an die Verbraucherzentrale, deren Fachleute feststellten, dass die betreffenden Shops nicht einmal über ein korrektes Impressum verfügten. Am Ende der Versammlung wurden die jungen Menschen auf weitere Veranstaltungen hingewiesen. Sie freuen sich auf die Spieletage in der alten Kaserne in Landshut, die der Kreisjugendring vom 19. bis 23. November organisiert.