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Zeitreise in die frühe Geschichte

Kreisjugendring Landshut im Archäologiemuseum Essenbach.

 

21. Juni 2022 von Monika Weigl und Andrea Huber, KJR

 

Der Kreisjugendring Landshut (KJR) fährt schon seit vielen Jahren im Rahmen des Ferienprogramms mit einer Gruppe 8 – 12-jähriger Kinder in das Heimatmuseum in Essenbach. Der KJR ist jedes Jahr absolut begeistert von dem zuverlässigen und vielfältigen Angebot. Auch die Eltern und Kinder äußern dies immer wieder und sprechen ein großes Kompliment und Dankbarkeit dafür aus. Diesmal startete eine Gruppe aus 18 Kindern in das Archäologische Museum, um auszuprobieren, wie es früher ohne modernen Strom hier im Isartal war.

Gruppenbild

Der Tag begann mit einer kindgerechten Führung durch den Museumspädagogen Marton Drégelyi im Obergeschoss der Archäologieausstellung. Dort sahen die Kinder viele originalen Exponaten aus 7000 Jahren. Museumsbeauftragte und Archäotechnikerin Monika Weigl zeigte den jungen Besuchern, dass man viele altbekannte Gegenstände auch ganz ohne Strom herstellen kann. Gar nicht einfach war dann das Einfräsen der Kreisverzierungen für die Keltenamulette, denn da mussten die Kinder sehr konzentriert arbeiten, um eine schöne Halskette zu erhalten.

Bohren

 

Wenn man heutzutage in ein Holzstück ein Loch bohren möchte, nimmt man den Akkubohrer und im Nu ist man fertig. Im Museum durften die Kinder ausprobieren, ein Loch mit einem alten Handbohrer im antiken Stil zu bohren, was gar nicht so einfach und für viele eine Geduldsprobe war. Sehr viel Geduld brauchten die Kinder auch, um ein eigenes Armband aus eisernen Ringlein zusammenzufügen. Die Arbeit mit den schweren Beißzangen war für die Kinder eine unbekannte Arbeit, die jedoch alle gut meisterten.

Mehl_mahlen

Ein Highlight war es, wie bei den römischen Soldaten, das eigene Mehl aus Getreidekörnern zu mahlen. Das selbst gemahlene Mehl durften sie dann zum Backen mit nach Hause nehmen. Ein Junge war davon so begeistert, dass er nur deshalb wiederkommen möchte. Am schönsten fanden die Kinder aber die kleinen bunten Mosaike, die sie auf einer Tonplatte mit eigenen Motiven designen und mit farbigen Steinchen belegen konnten. Emsige Buben und Mädchen nähten kleine Beutelchen, verziert mit bunten Holzperlen und hatten so eine weitere Erinnerung an den Ausflug. Römerkleidung, die Holzschwerter und Schilde und die Zeit damit im Garten zu marschieren und spielen war bei vielen sehr beliebt.

So war der ganze Tag gefüllt mit ungewohnten, aber interessanten Arbeiten. Die beiden Betreuerinnen des KJR, Maria Asam und Andrea Huber, unterstützten und halfen dabei, den Kindern einen erlebnisreichen Tag zu bescheren.

„Das sag ich meiner Lehrerin, da kann sie nicht >nein< sagen“ äußerte ein Kind, das in der Schule vom Erlebnis erzählen will, damit die ganze Klasse einen Ausflug in das Museum macht.

 

Fotos: Andrea Huber